Erste Schritte
Diese Anleitung beschreibt, wie Sie die XJustiz-Werkzeuge zum ersten Mal lokal starten und ausprobieren — vom Entpacken des Downloadpaket bis zur ersten validierten XJustiz-Nachricht. Es sind keine Installation und keine Administratorenrechte erforderlich.
Voraussetzungen
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Java ab Version 17 (JRE oder JDK). Ob Java installiert ist, prüfen Sie im Terminal bzw. in der Eingabeaufforderung:
Wird eine Version 17 oder höher angezeigt, sind Sie startklar. Andernfalls installieren Sie zunächst ein aktuelles Java (z. B. ein OpenJDK-Paket Ihrer Wahl).
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Das Auslieferungspaket der XJustiz-Werkzeuge. Die für den Betrieb freigegebene Version der XJustiz-Werkzeuge finden Sie in dem öffentlich zugänglichen Code-Repository: gitlab.opencode.de.
Schritt 1: Entpacken
Laden Sie das Downloadpaket herunter und entpacken Sie es. Im entpackten Ordner finden Sie unter anderem:
XJustiz-Tools/
├── config/ Konfigurationsdateien des Servers
├── doc/ Dokumentation und Testdaten
├── fonts/ Schriften für die PDF-Erzeugung
├── java/ Java-Bibliothek mit Beispielcode
├── schematrons/ Ablage für eigene Prüfregeln
├── tools/ Demo-Webanwendungen und Loader
├── start.bat / start.sh Start als reiner REST-Server
├── start_demo.bat / start_demo.sh Start der Demo-Anwendung mit Browser
└── xjustiz-tools-exec-1.4.0.jar Die Anwendung selbst
Schritt 2: Demo-Anwendung starten
Sie können die Demo-Anwendung nutzen, um sich mit dem Werkzeug vertraut zu machen. Das Starten der Demo-Anwendung unterscheiden sich je nach Betriebssystem:
Windows
Im Installationsordner die Datei start_demo.bat per Doppelklick ausführen. Das Skript prüft, ob Java verfügbar ist und startet die XJustiz-Werzkzeuge im Browser. Im Hintergrund öffnet sich ein Konsolenfenster.
Linux und macOS
Um das Skript start_demo.sh nutzen zu könnnen, muss einmalig folgender Befehl in die Konsole eingegeben werden:
Das Skript startet den Server im Hintergrund (die Prozess-ID wird ausgegeben) und öffnet den Browser.
Was beim Start passiert
- Im Browser öffnet sich zunächst die lokale Ladeseite
tools/loader.htmlmit einem Fortschrittsbalken. - Die Ladeseite prüft in Intervallen, ob der Server auf Port 8888 erreichbar ist. Der erste Start kann einen Moment dauern.
- Sobald der Server bereit ist, werden Sie automatisch auf die Startseite mit den Werkzeug-Kacheln weitergeleitet (
http://localhost:8888/index.html).
Demo-Modus ist nur für Test und Erprobung gedacht
Die Demo-Startskripte starten die Anwendung mit dem Parameter -DdemoMode. Dabei sind die Sicherheitsfeatures SSL und CORS deaktiviert. Für den Produktivbetrieb nutzen Sie start.bat / start.sh mit konfigurierter Transportverschlüsselung (siehe Konfiguration).
Schritt 3: Erster Funktionstest
Im Lieferumfang sind Testdaten enthalten (Ordner doc/testdaten/), mit denen sich die Werkzeuge sofort ausprobieren lassen.
Eine XJustiz-Nachricht validieren
- Auf der Startseite die Kachel XJustiz-Validierung öffnen.
- Die Testdatei
doc/testdaten/Validator/xjustiz-Akte-Teilakte-362.xmlper Drag & Drop hochladen. - Die Validierung starten — als Ergebnis erhalten Sie einen Validierungsreport und eine interaktive Baumansicht der Nachricht.
Eine XJustiz-Nachricht als PDF ausgeben
- Auf der Startseite die Kachel XJustiz → PDF öffnen.
- Die Testdatei
doc/testdaten/Konverter/XJustiz_nach_PDF/xjustiz_nachricht_mitAkte_Teilakten.xmlhochladen. - Die Konvertierung starten — das erzeugte PDF wird direkt in der Vorschau angezeigt und kann heruntergeladen werden.
Anwendung beenden
- Windows: Das Konsolenfenster schließen (oder darin
Strg+Cdrücken). -
Linux/macOS: Der Server läuft im Hintergrund; das Skript gibt beim Start die Prozess-ID (PID) aus. Beenden mit:
Falls die PID nicht mehr bekannt ist, lässt sie sich über den Port ermitteln:
lsof -ti :8888.
Start als reiner REST-Server
Wer die Werkzeuge nicht über die Demo-Oberfläche, sondern als REST-Schnittstelle für eine Fachanwendung nutzen möchte, startet stattdessen start.bat / start.sh. In dieser Betriebsart:
- öffnet sich kein Browser — die Anwendung stellt nur die REST-Schnittstelle bereit,
- ist SSL aktiv; für den Produktivbetrieb muss zuvor ein eigenes Zertifikat hinterlegt werden (siehe Konfiguration),
- beschreibt die Datei
doc/xjustiz-tools.yaml(OpenAPI) alle verfügbaren Endpunkte.
Für erste Tests der Schnittstelle kann die Anwendung auch hier im Demo-Modus (-DdemoMode, ohne SSL) gestartet und z. B. mit einem Swagger-/OpenAPI-Editor erprobt werden.
Wenn etwas nicht klappt
| Problem | Ursache und Lösung |
|---|---|
| Meldung „Java nicht gefunden" | Java ist nicht installiert oder nicht im PATH. Java 17+ installieren und mit java -version prüfen. |
| Fehler „Port 8888 already in use" | Auf dem Port läuft bereits ein anderes Programm (häufig z. B. Jupyter). Entweder das andere Programm beenden (macOS/Linux: lsof -i :8888, Windows: netstat -ano \| findstr 8888) oder den Werkzeuge-Port ändern (siehe Konfiguration). |
| Der Browser öffnet sich nicht automatisch | Die Datei tools/loader.html manuell im Browser öffnen — oder direkt http://localhost:8888/index.html aufrufen, sobald der Server läuft. |
| Die Ladeseite wartet endlos | Prüfen, ob der Server läuft (Konsolenfenster bzw. Protokolldatei xjustiz-tools.log im Installationsordner) und ob der Port in tools/loader-config.js zum Server-Port passt. |
| Warnungen zu Codelisten beim Start | Die Werkzeuge laden Typ-3-Codelisten aus dem XRepository nach. Ohne Internetzugang bzw. hinter einem Proxy siehe die Hinweise zu Codelisten und Proxy unter Konfiguration. |
Nächste Schritte
- Konfiguration — Port, SSL, Startseite, PDF-Namen und alle weiteren Einstellungen
- Technische Rahmenbedingungen — Integration in Fachanwendungen, Betrieb und Architektur